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Am 6. August 2015 wurde Stellaris vom Entwickler Paradox Development Studios angekündigt. Am 16. März 2016 wurde der 9. Mai als Releasedatum festgelegt und seit dem 14. April kann man das Spiel vorbestellen.

Die Vision, die die Entwickler von Stellaris haben, stellt hohe Ansprüche. Nicht nur wird Stellaris das erste Spiel von Paradox sein, welches das Genre der Grand Strategy in den Weltraum überträgt und damit zum ersten Mal aus dem historischen Kontext löst, sondern es soll auch viele Elemente des 4X-Genres übernehmen und in das Konzept der Echtzeit Grand Strategy übertragen.

Grund genug, sich das Spiel anzuschauen und einigermaßen kurz für alle zusammenzufassen, die sich noch kein wirkliches Bild von Stellaris gemacht haben.

 Stellaris

Early-Game

Zu Beginn wählt man sich aus einer Reihe Vorexistierender seine Startfraktion und Spezies oder erstellt sich eine völlig neue. Dabei legt man dann Parameter wie Klasse, (u.a. Säugetiere, Mollusken, Fungi) Art und Heimatwelt fest. Der Typ der Heimatwelt bestimmt auch, wie sehr sich die Startspezies auf anderen Planeten wohlfühlt. Danach fährt man fort und bestimmt die Ethnien seiner Fraktion und die Charakteristika seiner Spezies. Letztere sind permanent, allerdings können sich die Ethnien über die Zeit verändern, zum Beispiel, wenn Aliens integriert werden oder wenn die Startspezies weit entfernte Planeten kolonisiert. Anschließend legt man fest, mit welchem Überlichtantrieb (Warp, Hyperlanes oder Wurmlöcher) und welcher Waffengattung (Laser, Raketen oder Projektilwaffen) man das Spiel beginnen möchte.

Zuletzt bestimmt man Art und Größe der Galaxie, sowie Anzahl an anderen Fraktionen und die Anzahl gefallener Imperien. Auf diese wird im Verlauf dieses Artikels noch genauer eingegangen. Dann geht es los:

Der Spieler beginnt in seinem Heimatsystem. Dieses beinhaltet den Heimatplaneten, sowie ein Forschungsschiff, ein Konstruktionsschiff, eine minimale Kampfflotte bestehend aus 3 Korvetten und einen Weltraumhafen, welcher zur Produktion von Schiffen benötigt wird. Die Fraktion des Spielers hat gerade die gewählte Antriebsart erforscht und konstruiert und zieht nun aus, um den Rest der Galaxis zu erforschen und zu besiedeln. Das Forschungsschiff wird dabei benutzt, um Systeme zu durchkreuzen, einzelne Planeten und Asteroidengürtel zu scannen und dabei entdeckten Anomalien nachzugehen. Diese Anomalien können unterschiedliche Effekte haben, von kleineren Belohnungen über kleinere zu großen Questchains bis hin zu möglichen Katastrophen. Das Konstruktionsschiff ist gleichzusetzen mit einem Bautrupp aus anderen 4X-Spielen. Es kann verschiedene Arten an Stationen errichten, unter anderem Bergbaustationen, Forschungsstationen, Militäraußenposten und Festungen.

Während die eigenen Schiffe ausschwärmen und die benachbarten Systeme erkunden, kümmert man sich selber um die Forschung. Diese ist aufgeteilt in 3 Unterkategorien, Ingenieurswissenschaften, Physik und Gesellschaft. Sol SystemEs existiert allerdings kein Tech-Baum im herkömmlichen Sinn. Stattdessen wird dem Spieler eine quasi-zufällige Auswahl an Technologien präsentiert, aus der er sich eine aussucht, welche dann begonnen wird, zu erforschen. Ein guter Vergleich ist ein Kartendeck, welches jedes Mal gemischt wird, wenn der Spieler eine neue Forschung beginnen möchte. Allerdings werden manche Karten bevorzugt, abhängig von Spielzeit, den Ethnien seiner Fraktion, den Eigenschaften des leitenden Wissenschaftlers dieser Abteilung und bereits erforschten Technologien.

Außerdem kümmert man sich um seine Welten. Jeder Planet besteht aus einer Anzahl an bebaubaren Feldern. Diese Anzahl liegt zwischen 9 und 25. Die Heimatwelt besitzt aus Balancinggründen immer 16 Felder für alle Fraktionen. Auf diesen Feldern siedeln die einzelnen Bevölkerungseinheiten, auch Pops genannt. Das System, welches diesem hier zu Grunde liegt, wird jedem, der jemals z.B. Civilisation gespielt hat, direkt bekannt vorkommen. Pops bearbeiten Felder und ernten die diesem Feld zugewiesenen Ressourcen, Nahrung oder Energie Credits, die Währung in Stellaris. Solange noch freie Felder und ausreichend Nahrung vorhanden sind, entstehen weitere Pops, die weitere Felder besiedeln können. Auf den einzelnen Feldern lassen sich zusätzlich Gebäude errichten, die den Output des jeweiligen Feldes erhöhen.

Früher oder später hat man das Kolonieschiff erforscht und kann in Erwägung ziehen, weitere Planeten zu besiedeln. Dabei gilt: Nur eine Handvoll Planeten sind für eine Besiedlung geeignet und je nach der Art des Planeten werden die Kolonisten zufriedener oder unzufriedener mit ihrem Leben sein. Außerdem kosten Kolonien bis sie autark werden unglaublich viel Unterhalt, um zu schneller Expansion vorzubeugen.

So vergeht die frühe Spielphase. Man erforscht Technologien, erkundet die benachbarten Systeme und kolonisiert und bebaut diese. Je nach den Starteinstellungen wird dies jedoch nicht so bleiben und früher oder später begegnet der Spieler seinen zukünftigen Nachbarn.

Finn Prox
Autor: Finn Prox
Freier Redakteur
Kölner Game- und Messeredakteur mit Informatik Know-how.

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