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Seit Mitte 2015 fängt Twitter an, vermehrt vermeintlich terroristische Accounts aus dem Verkehr zu ziehen. Die Gesamtzahl der gesperrten Twitter Accounts beläuft sich seit Mitte 2015 auf knapp 360.000. Viele dieser Accounts weisen Verbindungen zur Terrormiliz „Islamischer Staat“ oder anderen Terrororganisationen auf. Mittlerweile konnte das Team, welches die Überprüfung von Inhalten vornimmt, die Anzahl der gesperrten Accounts um ca. 80 Prozent steigern. Durch die Entwicklung von neuen Algorithmen, die personelle Aufstockung und der vermehrten Nutzung der Funktion „Tweet-melden“ war dies möglich.

Weiterhin arbeitet Twitter häufig mit der Polizei und anderen Ermittlungsbehörden, welche gegen den Terror im Netz agieren zusammen und sorgt dafür, dass rechtsgültige Anträge zur Unterstützung schneller und effektiver bearbeitet werden können. Somit kommt Twitter der Forderung der US-Regierung, nach sich mehr im Kampf gegen den Terror zu beteiligen. Dies bringt Twitter jedoch in eine Art Zwiespalt, da sie sowohl die Meinungsfreiheit schützen, als auch keine Bühne für Terroristen bieten wollen.

Dazu kommt, dass sich Twitter weiterhin gegen Klagen wehren muss. So zum Beispiel letzte Woche im US-Bundesgericht San Francisco, als Angehörige von Anschlagsopfern die Plattform verklagte. Beim Anschlag auf ein Polizei Ausbildungszentrum Ende 2015 in der jordanischen Hauptstadt Amman, hatte ein Angreifer um sich geschossen und mehrere Menschen getötet und verletzt. Auf Twitter wurde kurze Zeit später eine Meldung veröffentlicht, dass der Attentäter im Namen des radikalen islamischen IS gehandelt hat. Das Gericht wies die Klage mit dem Hinweis ab, dass Twitter nicht „der Sprecher der hasserfüllten Rhetorik“ war und demnach nicht haftbar sei

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    Münchener Game Redakteur schreibt und zockt seit 2012 für QSO4YOU.

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